Wenn Jugendliche mit Schlafsack und Luftmatratze im Gerätehaus einziehen, wird es meistens spannend. Am Wochenende des 19./20. September war es wieder so weit: Rund 20 Jugendliche der Jugendfeuerwehr Bliesheim verbrachten gemeinsam mit ihren Betreuerinnen und Betreuern 24 Stunden beim diesjährigen stadtweiten Berufsfeuerwehrtag.
Dabei ging es natürlich nicht nur ums Übernachten im Gerätehaus. Neben Unterricht, gemeinsamem Kochen, Dienstsport und den ganz normalen Aufgaben rund um den Feuerwehrdienst warteten auf die Jugendlichen zahlreiche fingierte Einsatzlagen. Wann der nächste Alarm kam, wohin es ging und was sie dort erwartete, wussten sie vorher nicht.
Auch für die Bliesheimer Jugendfeuerwehr wurde es dabei ordentlich abwechslungsreich. Eine Ölspur auf der Heerstraße musste abgearbeitet werden. Bei einem gemeldeten Brand in einer Lagerhalle wurde gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr Brühl der Einsatz unter dem Stichwort „Menschenleben in Gefahr“ – kurz MiG – abgearbeitet. Auch bei einem zunächst gemeldeten Gebäudebrand an der Schützenbruderschaft in Gymnich wurde die Alarmstufe im weiteren Verlauf auf „Menschenleben in Gefahr“ erhöht.
Weitere Alarmierungen führten die Jugendlichen zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in einer Gaststätte in Gymnich, zu einem Feldbrand an der Vorgebirgstraße in Bliesheim und am Abend zu zwei vermissten Personen im Friesheimer Busch.
Am Sonntagmorgen gab es dann noch einen letzten Alarm: Eine Bank am Swister Wehr sollte qualmen. Vor Ort stellte sich glücklicherweise heraus, dass es sich um einen Fehlalarm handelte.
Während die anderen Jugendfeuerwehreinheiten teilweise noch zu weiteren Einsätzen unterwegs waren, durfte es für die Bliesheimer am Sonntagmorgen ausnahmsweise etwas ruhiger zugehen. Um 9 Uhr ging es zum gemeinsamen Frühstück auf die Feuer- und Rettungswache nach Liblar.
Danach war der Berufsfeuerwehrtag für die Bliesheimer Jugendfeuerwehr beendet – 24 Stunden voller Einsätze, Teamarbeit und Feuerwehrerlebnisse lagen hinter den Jugendlichen. Zeit, die Schlafsäcke wieder einzupacken und nach Hause zu fahren.
Text: FFW Bliesheim
Bilder: FFW Bliesheim